Auskunfts- und Übermittlungssperren

Auskunftssperre

Sie können Ihre Daten durch das Einwohnermeldeamt im Melderegister sperren lassen, wenn Sie glaubhaft machen können, dass eine Weitergabe Ihrer Meldedaten an andere Personen eine Gefahr für Ihre Leben, Ihre Gesundheit, Ihre persönliche Freiheit o. Ä. herbeiführt (Auskunftssperre).
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Weitere Informationen:


Übermittlungssperren


Folgenden Datenübermittlungen kann lt. dem Bundesmeldegesetz im Rahmen der Übermittlungssperre widersprochen werden.
  1. Zusammenhang mit allgemeinen Wahlen (Auskunft an Parteien und andere Träger von Wahlvorschlägen),
  2. Veröffentlichung und Weitergabe von Alters- und Ehejubiläen,
  3. Weitergabe an öff. rechtl. Religionsgesellschaften (ausgenommen ist immer die eigene Religionsgesellschaft)
  4. Herausgabe an Adressbuchverlage oder ähnliche Nachschlagewerke
 
Ausnahme: Es bedarf einer schriftlichen Einwilligungserklärung gegenüber der Meldebehörde, wenn die Weitergabe von Melderegisterauskünften für Zwecke der Werbung oder des Adresshandels nach dem Bundesmeldegesetz (BMG) gewünscht wird. Haben Sie diese Einwilligung nicht erteilt, werden Ihre Daten selbstverständlich nicht weitergegeben. 

Sie können die Formulare im Einwohnermeldeamt erhalten. Eine Begründung ist nicht erforderlich. Die jeweilige Übermittlungssperre wird von Ihrer Meldebehörde eingetragen und ist zeitlich unbegrenzt. Eine beantragte Übermittlungssperre kann nach schriftlichem Antrag jederzeit wieder gelöscht werden. 
 
Die Übermittlungssperre wird nur bei der Gemeinde eingetragen, bei der Sie der Datenübermittlung widersprochen haben. Wenn Sie mehrere Wohnungen haben und eine Datenübermittlung für alle Wohnungen ausschließen wollen, müssen Sie bei allen Gemeinden, in denen Sie einen Wohnsitz haben, der Datenübermittlung widersprechen.




Auskunftssperren

Wenn Sie gegenüber dem Einwohnermeldeamt das Vorliegen von Tatsachen glaubhaft machen können, dass durch die Weitergabe Ihrer Meldedaten eine Gefahr für Leben, Gesundheit, persönlicher Freiheit oder ähnliche schutzwürdige Interessen besteht, werden Ihre Meldedaten entsprechend gesperrt und eine Melderegisterauskunft ist von diesem Zeitpunkt an unzulässig.
Vor Einrichtung der Auskunftssperre werden Ihre Angaben durch die Meldebehörde überprüft. Ergibt sich aus dieser Überprüfung, dass die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen, so wird im Melderegister eine Auskunftssperre vermerkt, die sich auf alle Arten der Melderegisterauskunft an Privatpersonen und nicht öffentliche Stellen bezieht.

Auskünfte an Behörden sind nicht betroffen, es sei denn, es handelt sich um eine Auskunftssperre, die von einer Sicherheitsbehörde veranlasst wurde. 

Die Auskunftssperre gilt befristet. Sie endet immer 2 Jahre nach dem Eintragsdatum und kann auf Antrag verlängert werden.



Ausführliche Informationen erhalten Sie im
Einwohnermeldeamt/Fundbüro
Tel.: 09563 / 96 33 oder 34
Fax: 09563 / 96 49
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