Betreutes geschütztes Wohnen und Leben zu Hause

Wie kann den Hochbetagten so unter die Arme gegriffen werden, dass ihr Traum von Selbstbestimmung und Selbständigkeit unterstützt wird? Der Lebenstraum der Hochbetagten hat viele Gegner, die identifiziert und bekämpft werden müssen. Doch der wichtigste Gegner ist die Inaktivität im Alter, die zu zunehmendem muskulären und kognitivem Abbau führt. Am Ende stehen die Stürze, Frakturen, Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit.

SeniorenDer Lebenstraum der Hochbetagten hat viele Gegner. Irgendwann schafft der ältere Mensch die Versorgung in Wohnung bzw. Haus nicht mehr alleine. Erst sind es einzelne Aufgaben wie die Fenster putzen und die Gardinen aufhängen. Dann wird es mehr. Als Hausarzt ist mir immer deutlicher geworden, dass an dieser Stelle ein einziger, helfender Mensch fehlt, der in liebevoller Art die Defizite der Älteren ausgleicht. Wir haben als Stadt eine finanzierbare Versorgung für Hochbetagte, die "Häusliche Hilfen" aufgebaut. Die Mitarbeiterinnen versuchen Ihnen ein betreutes, geschütztes und selbständiges Leben zu Hause zu ermöglichen.

Konzept und Ziele der "Häusliche Hilfen" in Rödental:
ganzheitliche Versorgung
betreut durch immer die gleiche Bezugsperson;
Begleitung mit „Herz und Zeit", z.B. beim Einkaufen oder Arztbesuch oder Erzählen
Hilfen zur Wohnungsanpassung,
motorisches Training zu Hause und Prävention von Stürzen.

2004 wurde mit einer Mitarbeiterin begonnen, inzwischen sind es 20.  Die Arbeit der Mitarbeiter wird durch regelmäßigen Dienstbesprechungen und Fortbildungen begleitet. Momentan werden 70 Hochbetagte regelmäßig betreut und etwa 800 Arbeitsstunden pro Monat geleistet. Viele Hochbetagte können deshalb zu Hause bleiben und brauchen nicht ins Altenheim umzuziehen. Für dieses Konzept wurde dem Seniorenbeauftragten 2007 der Bayerische Sozialpreis verliehen.
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Ansprechpartner und Tel. Nr.:
Dorothee Gerhadt, Tel. 09563 549 589 oder e-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Leitung: Dr. Wolfgang Hasselkus, Tel: Praxis: 09563-8300

Wir haben eine Stadtbibliothek, die sich auch auf ältere Menschen eingestellt hat. Viele Ältere haben nach Hörbüchern gefragt. Die Bücherei verfügt inzwischen über 700 Hörbücher, 70 Romane im Großdruck und zahlreiche Sachbücher im Großdruck. An einem barrierefreien Leseplatz können Sehbehinderte mit vergrößernden Sehhilfen arbeiten.

Wir haben überlegt, wie wir das Lesen und Sehen der Älteren verbessern können. Sehprobleme treten gerade im Alter auf. Ob es als Makuladegeneration oder diabetische Veränderungen, als beginnender Katarakt oder als Durchblutungsstörungen erscheint: in der Regel ist der zentrale Bereich der Netzhaut betroffen und damit ist das Sehen wesentlich gestört. Das bedeutet Einschränkungen beim Lesen wie auch beim Sehen in die Ferne. Es führt auch zu Einschränkungen im Alltag und zu Gefahren. Viele der gestürzten Patienten klagen über eine Sehverschlechterung in den letzten 6 Monaten. Neuentwicklungen aus der Forschung haben die Angebote der „vergrößernden Sehhilfen" deutlich erweitert und sichtlich verbessert. Wir wollen diese Hilfen den älteren Menschen näher bringen. Zuständig und qualifiziert dafür ist das Rödentaler Optikergeschäft am Bürgerplatz.

Zusammen mit dem Altenheim der AWO, dem Seniorentreff der AWO, dem Leiter der Stadtbibliothek und dem Seniorenbeauftragten haben wir seit 2004 mit einem kostenlosen Literaturservice für Senioren begonnen. Bringen und Holen wird durch den Service „Essen auf Rädern" organisiert.