Ehrenamtliche Mitarbeiter sind der Schlüssel

Ehrenamtliche Mitarbeiter für unsere gemeinsamen Zukunft gestaltenden Projekte zu gewinnen ist anders als Posten in einem Verein zu besetzen. Letzteres wird immer schwieriger. Aber neue Mitarbeiter lassen sich gewinnen, wenn folgende Bedingungen stimmen:

sieSenioren verstehen eine Vision und lassen sich davon anstecken;
sie entscheiden frei über Beginn und Ende der Mitarbeit;
sie werden nicht nur eingewiesen, sondern auch begleitet;
sie tun etwas Bedeutsames;
sie können anderen helfen;
sie bekommen Anerkennung;
sie erhalten die Möglichkeit, sich in ihrem Bereich fortzubilden, d.h. sich weiter zu entwickeln
sie erkennen, dass ihr Einsatz etwas Positives für die Gesellschaft bewirkt.

Unser Ansatz schafft einen neuen Bereich, der bisher nur von Profis abgedeckt wurde. Er schafft aber auch eine neue Arbeitsteilung: zwischen Profis und „Laien", Hauptamtlichen und freiwillig Engagierten, Alten und Jungen, die miteinander und voneinander lernen. Unser Ziel ist die Zusammenführung von bürgerschaftlichem Engagement und professioneller Arbeit unter einem Dach.

Mitarbeiter können zwischen 55 und 75 Jahre alt sein – und älter. Zum Lernen einer neuen Aufgabe ist man (nahezu) nie zu alt. Senioren verfügen über viel freie Zeit, mehr als ihnen manchmal lieb ist. Freie Zeit zu haben ist kein Lebensziel. Im Gegenteil: zu viel freie Zeit schafft Lebensüberdruss und fördert Depressionen. Jeder Mensch sucht, ja braucht eine Bedeutung, eine Aufgabe. Deswegen gibt es viele potentielle Mitarbeiter. Das Anliegen muss nur so vermittelt werden, dass der Wunsch entsteht: da möchte ich auch dabei sein.

Ohne bürgerschaftliches Engagement konnten die beschriebenen Projekte nicht entstehen und können nicht weiter Bestand haben. Bürgerschaftliches Engagement ist der Schlüssel. Deswegen müssen unsere Ideen unter die Senioren getragen werden. Die Jüngeren müssen entdecken, dass eine Kommune, in der sie jetzt Hand anlegen und sie mitgestalten, ihnen später dienen kann, wenn sie älter werden. Ein wichtiger Bereich der Ausbildung ist der Seniorensport, insbesondere der Sport mit Hochbetagten. Dies wurde früh erkannt und bereits 2004 mit einem ersten Kurs begonnen, der 24 Unterrichtsstunden umfasst. Das Currikulum wurde vom Seniorenbeauftragten (Hausarzt) erstellt und durchgeführt. Der Kurs findet jährlich statt und hat  inzwischen über 100 Mitarbeiter im Seniorensport ausgebildet.