Rahmenbedingungen

Strukturen der Jugendarbeit in Rödental

Die Jugendpflege der Stadt Rödental ist Teil der gewachsenen Strukturen der Jugendarbeit in Rödental, die im wesentlichen durch den öffentlichen Träger (Jugendpflege) sowie die im weiten Sinne freien Träger (Vereine und Verbände) der Jugendarbeit gebildet werden.

Die Unterstützung und Förderung sowie die Vertretung der Anliegen von Kindern und Jugendlichen, wie auch der Kinder- und Jugendarbeit gegenüber Politik, anderen Gremien und der Öffentlichkeit, werden als Aufgaben der Jugendbeauftragten der Stadt Rödental erfüllt.

JugendpflegeJugendarbeit wird in Rödental von über 110 verschiedenen Vereinen sowie kirchlichen Trägern betrieben. Hierbei reicht das Spektrum von Sportvereinen über sozialen Vereinigungen wie Feuerwehr oder kirchliche Träger bis zum Musizieren. Somit bietet sich ein breitgefächertes Angebot an Betätigungsmöglichkeiten für die junge Bevölkerung. Aus den Statistiken der Jugendförderung der Stadt Rödental kann abgelesen werden, daß im Jahr 2010 fast 1500 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren in den Sportvereinen organisiert sind. Insgesamt kann also in Rödental von einem hohen Organisationsgrad ausgegangen werden.

In diesem Gesamtfeld bildet das Angebot der Offenen Jugendarbeit einen Schwerpunkt der jugendpflegerischen Tätigkeit. Etwa ein Drittel der Jugendlichen werden generell durch die offenen Angebote angesprochen. Dabei steht Vereinszugehörigkeit nicht im Gegensatz zu offener Jugendarbeit. Die Offene Jugendarbeit kann als wichtige Ergänzung im Gesamtfeld der Jugendarbeit in Rödental angesehen werden.

Rahmenbedingungen der Jugendpflege

Örtlichkeiten
Das Büro der Jugendpflege Rödental ist zweckmäßigerweise in den Räumen des Jugendhauses Domäne in Oeslau untergebracht. Somit ist gewährleistet, dass die pädagogische Arbeit im Jugendhaus sowie die anfallenden Bürotätigkeiten optimal miteinander verbunden werden können.
Im Jugendhaus Domäne befinden sich insgesamt 11 Räume, ein Flur sowie ein Dachboden, welcher teilweise von der Jugendpflege mitbenutzt wird. In den Räumen sind neben dem Büro des Jugendpflegers ein großer Veranstaltungsraum (Saal), eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Bandproberaum, ein Billardraum, ein Internetcafé, ein Werkraum und drei kleinere Abstellräume untergebracht.
Das Jugendhaus ist recht großzügig gestaltet und bedingt durch die Stadtrandlage d.h. das Fehlen von direkten Nachbarn, auch besonders für Jugendliche geeignet. Hier stören jugendtypische Erscheinungen, wie z.B. laute Musik und Unterhaltungen nicht so sehr wie in einem Wohngebiet. Jedoch hat die Randlage nicht nur Vorteile. Jugendliche, die nicht so mobil sind, scheuen den für sie zum Teil doch weiten Weg ins Jugendhaus und treffen sich lieber in ihrem Einzugsgebiet.

Jugendpflege PersonalPersonal
Als Leitung der Jugendpflege steht ein hauptamtlich angestellter Diplom-Sozialpädagoge 39 Stunden pro Woche zur Verfügung. Des Weiteren leistet eine Berufspraktikantin der Fachakademie für Sozialpädagogik, welche im 5. und letzten Jahr ihrer Ausbildung zur Erzieherin ist, in Vollzeit ein 1-jähriges Praktikum bei der Jugendpflege ab. Darüber hinaus ist für die Leitung des Internetcafés ein geringfügig Beschäftigter für die Dauer von zwei Jahren eingestellt worden.

Ausstattung
Die Jugendpflege verfügt über einen großen Jugendbus mit insgesamt 9 Sitzplätzen, welcher sehr oft für Fahrten, insbesondere in den Ferienprogrammen eingesetzt wird. Ein großes Zelt für 12 Personen sowie ausreichende Campingausrüstung ist ebenfalls vorhanden. Im Internetcafé stehen aktuell 7 funktionsfähige Rechner mit Monitor, sowie mehrere Drucker und ein Scanner zur Verfügung. Zur Beschallung für die Discoveranstaltungen ist eine komplette Musikanlage vorhanden.

Zielgruppen
Die Angebote der Jugendpflege Rödental stehen grundsätzlich offen für alle Kinder und Jugendlichen aus der Stadt Rödental. Des Weiteren ist die Jugendpflege Rödental allgemein Ansprechpartner für Mitarbeiter in der Jugendarbeit sowie Eltern und andere Erziehungsberechtigte.

Kinder und Jugendliche bilden keine homogene Gruppe. Einzelne Teilgruppen sollen daher kurz umrissen werden.

jugendpflegeKinder im Grundschulalter brauchen vielfältige Freizeit- und Begegnungsangebote. Im Sinne von „Kinder brauchen Kinder" werden sie im Angebot der Jugendpflege durch Ferienaktionen, Bastel-, Spielnachmittagen berücksichtigt. Kids befinden sich im Übergang von Kindern zu Teenies. Sie haben ein starkes Aktionsbedürfnis und einen großen Bewegungsdrang. Teenies sind einerseits besonders beeinflußbar, andererseits auch motivierbar für unterschiedliche Aktivitäten. Ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Szenen bildet sich heraus. Orientierung und Beteiligung sowie Bestätigung und Erlebnisse sind besonders gefragt. Cliquen und Initiativen von Jugendlichen haben einen hohen Selbstorganisationsgrad und Selbsthilfepotentiale. Es gilt, diese zu unterstützen und positiv zu verstärken. Besondere soziale und kulturelle Lebenswelten und damit verbundene Integrationsprobleme von Jugendlichen Aussiedlern (deutschstämmige Kinder und Jugendliche aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion) müssen besonders berücksichtigt werden. Mädchen weisen als Zielgruppe unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse im Gegensatz zu Jungen auf und brauchen daher eigene inhaltliche Angebote der Jugendarbeit.

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