Allgemeine Zielsetzung und handlungsleitende Grundsätze


Aufgaben, Leistungen und Tätigkeiten der Jugendpflege Rödental orientieren sich an den im Kinder- und Jugendhilfegesetz formulierten Zielen.

• 1 Abs. 1 KJHG formuliert als grundsätzliches Ziel das Recht eines jeden jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

jugendpflegeJugendarbeit soll zur Verwirklichung dieses Rechts insbesondere junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen, Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen, dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen

Ziel der Stadtjugendpflege ist es, Ansprechpartner für junge Menschen zu sein, sie in allen sozialen Belangen zu unterstützen, ihr soziales Verhalten zu fördern, Gemeinschaft erleben zu lassen und altersentsprechende Angebote und Mitwirkungsmöglichkeiten zu eröffnen. Daneben bemüht sich die Stadtjugendpflege um Unterstützung und Förderung der örtlichen offenen, verbandlichen und ehrenamtlichen Jugendarbeit

Handlungsleitende Grundsätze

Aus den gesetzlichen Bestimmungen lassen sich Leitlinien ableiten, an welchen sich die jugenpflegerische Tätigkeit orientiert.

Freiwilligkeit
Jugendarbeit ist gekennzeichnet durch das Prinzip der Freiwilligkeit. Freiwilliges Handeln prägt sowohl die Zusammenarbeit der im Feld der Jugendarbeit tätigen Einrichtungen, Organisationen und Mitarbeiter. Als auch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Die Adressaten der Jugendarbeit entscheiden grundsätzlich selbst darüber, ob sie die Angebote in Anspruch nehmen.

Subsidiarität
Die Tätigkeit der Jugendpflege ist geprägt vom Subsidiaritätsprinzip. Dies bedeutet ein Tätigwerden der Jugendpflege in den Bereichen, in welchen keine ausreichenden Aktivitäten von Einzelnen oder Gruppen stattfinden. Damit unterstützt und fördert hauptamtliche Jugendarbeit ehrenamtlich geleistete Jugendarbeit der Jugendgruppen und Verbänden und tritt nicht in Konkurrenz zu ihnen.

Pluralität
Jugendarbeit ist durch die Vielfalt von Trägern unterschiedlicher Wertorientierung und eine Vielzahl von Inhalten, Methoden und Arbeitsformen gekennzeichnet. Somit spiegelt sich in der Jugendarbeit auch die Pluralität der Gesellschaft wider.
Gemäß diesem Grundsatz bedarf es bei der Jugendpflege der Stadt Rödental zur Umsetzung und Durchführung der vielfältigen Aufgaben ein breitgefächertes Angebot an Leistungen und Hilfen.

Bedürfnis-/ Interessenorientierung
Das Angebot an Leistungen und Hilfen der Jugendpflege orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen junger Menschen.
Zu berücksichtigen sind insbesondere die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis der Betroffenen zu selbständigem, verantwortungsbewußten Handeln sowie die jeweiligen besonderen sozialen und kulturellen Bedürfnisse und Eigenarten junger Menschen (• 9 KJHG).

Gleichberechtigung
Jugendarbeit soll die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen berücksichtigen, Benachteiligungen abbauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen fördern (• 9 KJHG).

Mitgestaltung/ Eigeninitiative
In ihren Leistungen und Hilfen zielt die Jugendpflege damit auf eine aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ab. Ziel ist es Möglichkeiten für junge Menschen zu eröffnen, selbständig mitbestimmend und mitgestaltend in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen tätig zu werden. Erfolgreiche Jugendarbeit beruht dabei auch auf der Unterstützung und Förderung von Eigeninitiative und Selbstorganisation junger Menschen.
Im gemeinsamen Tun und in der Auseinandersetzung mit anderen wird gleichzeitig erlebbar, daß das Zusammenleben in der Gesellschaft getragen wird von Verantwortungsübernahme, Toleranz und Rücksichtnahme. Nicht für, sondern mit Kindern und Jugendlichen.

Gemeinwesenorientierung
Jugendarbeit erfolgt in gewachsenen Lokalstrukturen und sieht sich als einer von mehreren Bezugspunkten im Leben von Kindern und Jugendlichen. Nach dem Prinzip der kooperativen Vernetzung kann durch Förderung der Zusammenarbeit und Koordinierung der Angebote die Qualität der Arbeit erhalten und verbessert werden. Damit kommt es zur Nutzung aller möglichen Ressourcen des Sozialraums.

Prävention
Jugendarbeit setzt nicht erst bei akuten Problemen oder Krisen ein, sondern beteiligt sich bereits bei der Schaffung von lebenswerten, stabilen Verhältnissen im Vorfeld von kritischen Lebensphasen und –ereignissen.

Integration
Jugendarbeit dient der Integration. Eine Ausgrenzung besonderer Zielgruppen (besonders schwieriger Kinder, Aussiedler, etc.) darf nicht erfolgen.